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++Grundlagen Allgemein / Grundlagen Wasserpflege++

Optimaler Einsatz von Wasserpflege Produkten, Troubleshooting bei Wasser Problemen (Algen, ph-Wert,..) - für ein lang anhaltendes Badevergnügen!

Moderator: Pool Doktor

++Grundlagen Allgemein / Grundlagen Wasserpflege++

Beitragvon Metzi » 18.07.2007 10:51

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Grünes / Trübes Poolwasser- Soforthilfe
vorgehensweise-bei-gruenem-wasser-t7234.html
Siehe auch unten letzte Seite - Trübes Wasser


Einstiegsgrundlagen

Beckengröße:  Wichtig für die Chemiezugabe !

Volumen eines Rundbeckens
Radius x Radius x Pi(3,14) x Wasserstand  in Meter
Bsp. Rundbecken 6m  Wasserstand 1,2m
3 x 3 x 3,14 x 1,2 = 33,9 m³
http://www.mathepower.com/zylinder.php

Volumen eines Rechteckbeckens
Länge x  Breite x Wasserstand
Bsp. Becken  6m lang  4m Breit  1,4 m Wasserstand
6 x 4 x 1,4 =  33,6 m³ Wasser
http://www.mathepower.com/quader.php

Bei Langform (Oval) und Achtformbecken verwenden wir eine vereinfachte Formel.
Ovalbecken  8m lang  4m breit und 1,3m Wasserstand
8 x 4 x 1,3 = 41,6 x Faktor 0,86 = ca. 36 m³
http://www.mathepower.com/quader.php Ergebnis x 0,86 = ca. Volumen

Achtformbecken 8m lang  4m breit und Wasserstand 1,3m
8 x 4 x 1,3 = 41,6 x Faktor 0,78 = ca. 32 m³
http://www.mathepower.com/quader.php Ergebnis x 0,78 = ca. Volumen

Ein Link von Micha
http://www.makrue.de/technik-Dateien/Sc ... olumen.xls

Bei allen Chemikalien ist nach der auf dem Behälter aufgedruckten Mengenangabe zu Dosieren !!

pH-Wert
Der PH Wert sollte zwischen  7,0 - 7,4  liegen.
Gegebenenfalls mit ph + oder ph - einstellen.  Zum verändern des Wertes um 0,1
ist die Zugabe meistens 100g pro 10 m³.
Nach Frischwasserbefüllung steigt der pH-Wert-Ausgasung von Kohlensäure.
drama-mit-ph-wert---v4a-rostet-wie-bloed--t5681.html
ph-wert-ist-rot-t6033.html#46750

Chlorgehalt
Der Chlorgehalt sollte nicht über 1,5 und nicht unter 0,3 liegen. Je mehr Sonneneinstrahlung und Badebetrieb , umso schneller baut er sich ab.
Das Chlor arbeitet nur bei eingestelltem PH Wert optimal.
Durch UV- Einwirkung zerfällt das Chlor . Daher öfters messen!
Chlordosierung immer lt. Beipackzettel.
chlor-t6578.html

Werte messen
Das messen erfolgt mit einem Tester-Set.
Zum ermitteln des Chlorgehaltes verwendet man DPD No.1  und des PH Wertes Phenol Red Tabletten. Am besten die originalen "Pallin Tabletten" in der Alu-Verpackung verwenden. Die liefern das genaueste Ergebnis.
Die Tabletten nicht unnötig berühren, da sich sonst das Testergebnis verfälschen kann.

Algizide
Am besten nur bei Befall anwenden. Algen treten bei gründlicher Filterung und dem richtigen  pH-Wert und Chlorgehalt eher selten auf. Bei Anwendung "Siehe Packungbeilage".

Flockungsmittel
Bindet Kleinteile im Wasser um es vom Filter besser aufgenommen werden zu können. Unbedingt den vom Hersteller vorgegebenen pH-Wert einstellen.
Nur für Sandfilter verwenden. Kartuschenfilter können durch Flockmittel verstopfen.

Chlorpräparate:

Organisches Chlor (enthält Stabilisatoren Cyanursäure):
Natriumdichlorisocyanurat ca.55% Chlorgehalt (Schnellöslich)
Trichlorisocyanursäure ca.90% Chlorgehalt (Langsamlöslich)
Das freie Chlor baut sich nicht so schnell ab und bleibt konstanter im Wasser.
Ist nicht ideal zum Stoßchloren. Der Cyanursäuregehalt steigt mit der Zeit, das wiederum reduziert die Chlorwirkung.

Anorganisches Chlor (enthält keine Stabilisatoren):
Natriumhypochlorit ca.15% Chlorgehalt
Eignet sich vor allem für Chlordosieranlagen
Calciumhypochlorit ca.70% Chlorgehalt
Verflüchtigt schnell. Ideales Mittel zum Stoßchloren !
Nach dem Stoßchloren 24 Std - hauptsächlich bei Kindern - mit dem baden warten.
Bei normalem Badebetrieb und Temperaturen reicht normalerweise alle 2-3 Wochen
eine Stoßchlorung.
Dosierung  siehe Anleitung auf der
Flasche.
viewtopic.php?t=6831&highlight=anorganisches

Stoßchlorung
Ideales Produkt -> Calciumhypochlorit

Langzeitchlorung
Ideales Produkt -> Trichlorisocyanursäure
Bei Flüssigdosieranlagen -> Natriumhypochlorit

Cyanursäure:
Organische Chlorverbindungen enthalten Cyanursäure ( setzten also beim Auflösen Cyanursäure frei)
Ist immer in Langzeittabs/Multitabs/ organ. Chlorgranulate enthalten.
Cyanursäure ist (in Maßen, bis zu 50ppm) sehr gut, verhindert zu schnellen Chlorabbau.
Bei normaler Dosierung von Langzeittabs kumulieren sich ca.10 ppm / Monat.
Bei Verwendung von org.Chlorgranulat kann man ggf. schon nach 1 Monat auf
50 ppm kommen !!!!!!!!!
Bei zu viel Cyanurs. im Wasser wird die Wirksamkeit von Chlor herabgesetzt!!
Einziger Weg, den Cyanurs.-Gehalt im Poolwasser zu reduzieren: (partieller) Wasseraustausch!
Noch genauer hier:
viewtopic.php?t=3635&highlight=cyans%E4ure
upps--10fache-ueberdosierung-vom-chlor-und-nun-t2226.html&highlight=#13587
grundlagen-wasserpf-kommentar-fritz10-t5089.html
und auf Ulli s HP.


Multitabs
Enthalten meist mehrere Komponenten wie  z.B. Chlor, Chlor-Stabilisator Cyanursäure, Flockungsmittel und Algizid.
Schwer dosierbar. Man muss halt individuell eine Platzierung vornehmen : Schwimmer, Skimmer  oder in einer Kunststoffdose (mit indiv. Löchern) im Skimmer.
viewtopic.php?t=3610&highlight=cremedose
Achtung: bei einer hohen Wassertemperatur reicht das Tab oft nicht aus.
Regelmäßig messen.

Filtergr./Pumpe
Ein richtiges Verhältnis Pumpe zu Filter ist sehr wichtig.
Wird zu schnell gefiltert, wird der Dreck nicht zurück gehalten.
Wird zu langsam gefiltert, reicht zum reinigen des Filters, oft das Rückspülen nicht aus.


Beachte: die Filterpumpen sind meist mit einer Leistung bei 8 m WS ( =0,8 bar )angegeben. Diese 0,8 bar werden aber selten erreicht - meist um 0,5 bar. Das heißt das die Pumpe einiges mehr an Wasser fördert als angegeben. Daraus schlussfolgert man, dass die meisten Kessel knapp oder zu klein kalkuliert sind.

Sandfilter:            40-50m³ pro Stunde pro m² Filteroberfläche
Kartuschenfilter:    2,5 m² pro m² Filteroberfläche
z.B.
Durchmesser Filter 350mm   = r x r x pi    0,18m x 0,18m x 3,14 = 0,10 m²
40 x 0,10 =  mind. 4 m³/h Filterstärke
Um einen Bodensauger benutzen zu können braucht man aber eine Pumpe mit mind.
6 m³/h. Hierzu sollte der Filter einen Durchmesser von 40cm haben.

wieviel-sand-t5773.html#44428

Pumpenlaufzeit
Das Poolwasser sollte mindestens 2 mal pro Tag umgewälzt werden. Je Länger um so besser!
Eine andere Regel bringt die Wassertemperatur ein. Pumpenlaufzeit = Halbe Wassertemperatur in Stunden.
Lange Stillstandszeiten der Pumpe sind zu vermeiden.
z.B. Filterleistung 6 m³/h , Beckeninhalt 18m³ = Pumpenlaufzeit   6 Std.  /Tag.
Man sollte, auch wenn die zweimalige Umwälzung vorher erreicht wurde, 10-12 Stunden/ Tag  filtern.

Rückspülen des Filters - Reinigung
Sandfilter
Man sollte wöchentlich den Filter 2-4 Minuten rückspülen. Dabei wird angesammelter
Schmutz aus dem Filter gespült. Das Schauglas sollte keine Trübung ( nicht Schmutz) mehr aufweisen.
Danach noch ca. 1 min nachspülen.
Steigt der Filterdruck über die Norm, +0,3 bar , ist oftmals zu viel Schmutz im Filter, dann sofort rückspülen, bis das Schauglas sauber ist. Bei der Winterabsenkung sollte dies über das Filterrückspülen erfolgen. Ein ordentlich gepflegter Sand muß nie
ausgetauscht werden!!!


Kartuschenfilter.
Wie bei Sandfiltern ist auch hier eine regelmäßige Reinigung erforderlich.
Bei Qualitätskartuschen: durch Abspritzen mit dem Gartenschlauch,
bei Wegwerfkartuschen: durch Auswechseln.
Flockungsmittel : bei Kartuschenfilter nicht einsetzten, siehe oben.
Ein ausreichend dimensionierter Kartuschenfilter hat eine bessere Filterqualität als ein vergleichbarer Sandfilter (Ulli K.).

Sandfilteranschluss/ Befüllung
Anschluss am Vorfilter - Sauganschluss vom Becken (Skimmer)
Anschluss am Filter - Druckanschluss zum Becken - Düsen.
Beim Sandbefüllen darauf achten, dass das Mittelrohr nicht auf gespült wird -beschweren.
Immer die Sandkörnung verwenden, die der Filterhersteller vorschreibt!
Zu feiner Sand kann ggf. durch die Ritzen am Filterboden durchrutschen ( die Ritzen sind je
nach Hersteller unterschiedlich fein), zu grober Sand ergibt schlechtere Filterergebnisse ( zu wenig Schmutz wird zurückgehalten).
Gute Sandfilter haben feine Schlitze und erlauben deshalb den Einsatz von Filtersand mit einer Körnung von 0,4 - 0,8 mm .
Nicht zu voll machen, da sonst Sand in das Becken gespült wird.
In  einem „normalen“ Sandfilter sind keine 2 verschiedenen Körnunggen zu empfehlen, da jede Filterschicht mindestens 30cm hoch sein sollte. Viele Sandfilter schaffen noch nicht einmal diese 30 cm ( Ulli K.) .

Nach dem Befüllen des Kessels und des Schwimmbeckens, also bevor die Pumpe das erste mal eingeschaltet wird, den Hebel des Mehrwegeventils auf " Rückspülen" stellen, damit der Quarzsandabrieb aus dem Sack / Kessel nicht gleich ins Schwimmbecken geblasen wird.
frage-zu-sand-t5558.html

System neu befüllen:
Vorfilterdeckel abschrauben, in den Skimmerablauf so weit als möglich einen Wasserschlauch schieben. Mit einem Badetuch - nicht zu klein- den Schlauch abdichten. Rohr befüllen.
Läuft Wasser in den Vorfilter, den Deckel wieder anschrauben. Schlauch und Badetuch entfernen und Pumpe anschalten.

Sollte das System nicht ganz mit Wasser befüllt sein, benötigen sogar selbstansaugende Pumpen eventuell 5-10 Min., bis sie eine bestimmte Luftblase abgesaugt haben.
Bei anderen Pumpen muß es komplett gefüllt sein.
Dies ist oftmals auch bei Einhänge-Gegenstromanlagen  so.

Abdeckung/Solarfolie
90 % der Wärme entweicht über die Oberfläche. Bei abgedeckten Becken benötigt man weniger Chemie- siehe Chlor (UV). Geringere Verdunstung. Die Noppen gehören nach unten!!  
Abdeckung ist immer sinnvoll.

Chemie
Bei der Berechnung der Chemie ist nicht das Beckenvolumen entscheidend sondern
die Wassermenge. Berechnung siehe oben bei Volumenberechnung.
Oft ist weniger mehr. Nicht sinnlos rein kippen!
Fachhandelsqualität hat oft eine bessere Reinheit. Geiz ist da nicht geil. :?
Damit die Chemie ordentlich arbeiten kann ist immer ein optimaler pH Wert wichtig.

Wasserstand im Pool:
Das Wasser wird bis Mitte Skimmer befüllt. Zu wenig - der Skimmer zieht Luft.  
Zu viel - Der Skimmer saugt kein Oberflächenwasser mehr ein - Die Oberfläche wird nicht sauber.
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Re: Grundlagen / Wasserpflege

Beitragvon Metzi » 27.12.2007 14:10

Stahlwandpoolbau - Grundlegende Überlegungen:

http://www.pooldoktor.net/forum/total-u ... t8163.html


Herbstwasserabsenkung/ Winterfest:
Man kann mit Hilfe des Bodensaugers bis unterhalb des Skimmers absaugen.
Wasserstand unterhalb der Einlaufdüsen absenken.
Abpumpen am besten mit der Rückspülfunktion des Mehrwegventils - das reinigt den Filter zusätzlich.
Becken bei Eis nicht begehen!!!
http://www.pooldoktor.net/forum/restwas ... t5065.html
Wenn der Filter nicht frostfrei gelagert werden kann, bitte das Manometer abschrauben und frostsicher einlagern.

Ersteinsatz der Chemie bei neuer kompletten Wasserbefüllung:

Zuerst einen Wassertest durchführen.
Entsprechend den Wasserwerten PH + oder - zuführen. Danach eine Stoßchlorung durchführen*. Die Chlorung kann sofort nach der Zugabe des Ph Mittels erfolgen.
Nach ca. 24 Stunden die Werte erneut messen.
Hat sich der Chlorgehalt auf ca 0,6 abgebaut mit der erwünschten Methode - Tabs oder Granulat- weiterarbeiten.
Für die meisten Nutzer ist hier die Multitabs Methode die einfachste.
Der PH Wert hat sich meist nach 3 -5 Tagen stabilisiert.

*Die Stoßchlorung ist nicht zwingend aber in den meisten Fällen nach der Winterruhe ratsam.

Lagerung von Chemie:
Tabs und Granulate immer trocken und luftdicht lagern. Chlor hat eine Haltbarkeit von ca.5 Jahren.

Flüssiges Chlor und flüssiger Ph Senker am besten immer getrennt aufbewahren. Kommt es zur Vermischung bei Austritt, entsteht Chlorgas!!! Dieses Gas ist in höherer Konzentration Lebensgefährlich!!!!!!!!!!!!
http://www.pooldoktor.net/forum/bin-zwa ... t7013.html

Wenn man Säure verdünnt, immer erst das Wasser einfüllen und dann die Säure.

Silikon:
Eigentlich ist ein Abdichten mit Silikon nicht nötig. Übliche Flanschdichtungen sind, wenn sie nicht beschädigt sind dicht.
Wenn man auf Silikon trotzdem zurück greifen möchte, sollte man darauf achten, dass es ein spezielles "Schwimmbadsilikon" ist. Hersteller befragen!!!
Normales Silikon kann den Beckenmantel angreifen und das Becken rostet dann!


Strom:
Strom ist die größte Gefahrenquelle im privaten Pool.
Ein FI (Fehlstromsicherung) ist immer bei Poolelektrik zwingend vorgeschrieben.
Die Installation und Prüfung nur durch eine Fachfirma durchführen lassen.
Hier unbedingt nicht sparen wollen!!!!!!!
Die Beckenleiter sollte mit einem Kabel in der Erde geerdet werden.
FI Schalter im Sauna/Schwimmbadbereich
http://www.pooldoktor.net/forum/alte-sa ... html#39646

Leitungsquerschitt - von Hotte
------------------------
Zum Abschätzen kann folgendermaßen vorgehen (Ann. Gleichspannung, ohmscher Verbraucher wie z.B. Lampe):

1.) Verbraucher festlegen mit Spannung und Verbrauch
ergibt mit P=U*I den Strom, der fließt

2.) (Leitungs-) Kupfer hat einen spezifischen el. Widerstand (rho) von 0.0178 Ohm*mm^2/m
ergibt als ohmschen Leitungswiderstand R=rho*l/A, l ist Länge in m, A ist Querschnitt in mm^2

3.) Spannungsabfall Ul in der Leitung bei max. Verbraucherstrom
ergibt mit Ul=R*I =rho*l/A*P/Uv einen Wert, um den die Spannung am Verbraucher gemindert ist.
Löst man die Formel nach A auf und gibt einen Spannungsabfall von 5% vor ergibt sich der notwendige Kabelquerschnitt
als A=0.0178*l*20/Uv*P/Uv

Beispiele:
300 W Lampe an 6mm^2 bei 10m Zuleitung ca. 0.8 V Spannungsabfall (Lampe geht auch noch mit 11.2 V, aber siehe unten)
35 W LED an 1mm^2 bei 25m Zuleitung 1.3 V Spannungsabfall

Dazu käme jetzt noch die 'verbratene' Leistung in der Leitung, also bei dem Lampenbeispiel 0.8V*25 A = 20W.
Diese Leistung erwärmt das Kabel und muß als Abwärme bezahlt werden.

Ob der Spannungsverlust erträglich ist, hängt vom Verbraucher ab.
Eine Halogenlampe leuchtet auch noch bei 10V, halt nicht mehr so hell - wäre im schlimmsten Fall also noch ok.
Eine LED hat eine Funktionsspannung, unterhalb derer sie nichts mehr macht. Jetzt hängt es davon ab, wie der Gesamtaufbau ist.
Wenn z.B. 10 LEDs mit jeweils notwendigen 1.1V in Reihe sitzen, reichen 10V nicht mehr aus. Das müßte man im Einzelfall aus dem Datenblatt entnehmen.
Als Richtwert gilt meist eine 5%-ige Toleranz, also bei 12V eine untere Spannung von 11.4V als ausreichend, somit nach obiger Formel bis 0.6 V ok.

Wegen Brandschutz muß auch wieder unterschieden werden, ob das Kabel frei verlegt, im Schutzrohr oder im Putz(Erde) liegt.
Im obigen Beispiel mit den 20W Verlustleistung auf 10m Länge sind das 2W pro m. Wenn das Kabel im Putz oder einzeln liegt, sollte das kein Problem machen. In einem ganzen Kabelstrang sowie im Schutzrohr könnte aber was Wärmestau zusammenkommen....

Uwe Kreitmayr
http://www.pooldoktor.net/forum/leitung ... t7988.html

Wasserhygiene ( von haubentaucher)
http://www.pooldoktor.net/forum/der-poo ... t2595.html

Wasserverlust :

Wasserverlust kann viele Ursachen haben.
1-3 cm / Tag sind bei direkter Sonneneinstrahlung normal!!!!
Tritt aber mehr auf, so sollte man mit der Suche beginnen.

Zuerst schaut man ob irgendwo an den Zu- und Ableitungen Wasser austritt.
Hört man es  gluckern oder sammelt sich Luft im Vorfilter, so ist das System undicht. Bei abgeschalteter Pumpe kann dann da Wasser austreten.

Weitere Ursachen können Einbauteile sein.
Den UWS ( Unterwasserscheinwerfer) kann man mit Hilfe von Tinte austesten.
Dabei sollte aber keine Wasserbewegung vorhanden sein.

Den Skimmer testet man, indem man das Wasser bis unterhalb jenen absenken lässt, die Leitung vor dem Filet schließt und beobachtet ob das Wasser im Skimmer stehen bleibt.
Die Zuleitung testet man ähnlich . Düsen verstopfen und beobachten ob das Wasser in der Leitung stehen beleibt.
Wenn möglich kann man beides auch von einem Gas/Wasserinstallateur mit Druck abklemmen lassen.

Unter Einhängeleitern ist bei den Füßen oft auch gerne ein Loch.

Vorgehensweise:
Optische Überprüfung - oben beschrieben.
Dann den Wasserpegel von selbst absenken lassen und  Stück für Stück jeweils die oben genannten Punkte durchtesten.

Da wo der Wasserpegel stehen bleibt ist dann das Loch zu suchen. Oftmals dauert dies sehr lange. Eine effektivere Möglichkeit gibt es aber leider nicht.

Ist das Loch dann gefunden mit Reparaturflicken ( Poolfachhandel) abdichten.

Bei Quick Up kann man für den Ring Leckspray verwenden.



Poolaufbau :
Anleitungen  bei http://www.zdiarstek.de/  vom Axel  und  beim  
                      http://www.pooldoktor.at/                 Pooldoktor.

Betonqualitäten
http://www.transportbeton-ingolstadt.de ... e_2009.pdf
http://www.tb-heidenheim.de/downloads/P ... 8_Mail.pdf
Quelle von No-kid.

Polyesterbecken:
http://www.pooldoktor.net/forum/blaesch ... t5352.html



Nachfolgende Mitgl. arbeiten an dem Link mit :
Ulli K., Gruechris, Axel , haubentaucher ,Janogla, Powerkiter, frank ,friedl,
Uwe kreitmayr. , Mosch , berner, Steffen1. , roggisch , twiggie, S.Hammer,
hotte, No-kid, MS, McMuler

Alle Angaben ohne Gewähr.

metzi  


[shadow=deepskyblue]
Ende Teil I  Einstiegsgrundlagen[/shadow]

Update 19.05.09





.
PP-Pool 3x6x1,5,GS 66m³, Solar m. TDR Steuer. , Elementsauna,Solarium

http://www.pooldoktor.net/forum/grundla ... t4515.html

[highlight=deepskyblue]Alle Angaben in Antworten ohne Gewähr![/highlight]
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Re: Grundlagen / Wasserpflege

Beitragvon Metzi » 12.01.2008 18:00

:arrow:
Weitere Links und Detailinformationen: Teil II

Lovibond Wasserpflegebroschüre
Hier gehts zur Lovibond Wasserpflegebroschüre

Fertigbecken/ PP-Becken
scwimmbecken-aus-tschechien-welche-firma-t1308.html

Günstige Solarsteuerung:
tipp-guenstige-solarsteuerung-t3070.html

Magnetventile
viewtopic.php?t=3252&highlight=tdr+240

Quickup-Pool  Grundlegendes  (von Schnitzel)

So,
ich bin ja erst seit kurzem hier im Forum und wenn nicht schon einen hätte und ich dem Tenor des Forums folgen würde - mir käme keiner ins Haus.

Ich hab aber nunmal einen und deswegen werde ich mal Hänschen voran spielen und die Lanze für die allseits beliebten und gleichzeitig gehassten Quickup- pools brechen.

Ich würde mal schätzen das 90% aller postings die man hier über Quickup-Pools findet negativer Natur sind.
Aber woran liegt das?
Meiner Meinung nicht Primär am Pool selber.
So ein Ding ist nunmal - zumindest in der kleinen Ausführung - ein Mitnahmeartikel.
Also ab in  den Baumarkt und für 100€ den ganzen Sommer Badespaß kaufen.

Das ist schonmal Grundlegend anders wenn die Entscheidung für einen festen Pool gefallen ist,
den ich würde mal schätzen min. 5000€ gibt man nicht so einfach aus wie 100€ ohne sich vorher Gedanken über gewisse Dinge gemacht zu haben.
Die Pflege anfürsich im laufenden Betrieb unterscheidet sich nicht von den großen.


Ein paar Handgriffe am Tag müssen halt sein,so oder so.



Als weiterer Punkt ist da die Pumpe zu nennen.
Ich persönlich habe damit nie Probleme gehabt.
Die erste vom kleinen Pool (3,66x0,76; 2m³/h) hat 4 Jahre gehalten,
die vom großen (457x122 4,5m³/h)muß sich erst noch beweisen.
Es sollte jedem mit gesundem Menschenverstand einleuchten das bei einem Set für 100€
keine 150€ Pumpe enthalten ist.
Und daß ein ordentlicher Sandfilter sicherlich besser ist steht natürlich auch ausser Frage.
Jedoch lässt es sich auch mit der Billigpumpe leben.
Allerdings nur solange das Kind nicht in den Brunnen gefallen ist - sprich der Pool nicht umgekippt ist oder sich die Algen breitgemacht haben.
Dann ist das kleine Teil natürlich heillos überfordert und es hilft nur eine Neubefüllung.
Wenn jedoch regelmäßig gefiltert und die Kartusche regelmäßig gereinigt
wird (hält dann auch bedeutend länger) klappt es auch damit sehr gut.


Dann ist da noch das Wasser selber.
Ja ich benutze Brunnenwasser!
Allerdings habe ich das für 5€ vorher untersuchen lassen,mit dem Ergebnis das es Quasi Trinkwasserqualität hat.
Also auch da kein Unterschied zu den großen - wenns passt dann passt's.
Wenn nicht dann halt nicht und im Zweifelsfall lieber aus der Leitung.


Was bleibt also?

Ist so ein quickup wirklich so schlecht wie man das nach dem Lesen des Forums meinen sollte?
Mitnichten.
Imho liegt es halt ganz einfach an der großen Verbreitung dieser Pools gepaart mit der Ahnungslosigkeit der Käufer bzw. dem unwillen sich am besten Vorab ein paar basics anzueignen.


Es ist nunmal elementar wichtig ein paar Grundregeln zu beachten,egal ob der Pool 5m³ oder 50m³ hat oder aus welchem Material er gebaut ist.




Ich Investiere mit Sicherheit nicht sehr viel Arbeit in den Pool,wenn's hochkommt sind's 2 Stunden in der Woche.
Nur habe ich halt die Grundlagen beachtet.
Und deswegen habe ich auch in einem Quickup glasklares Wasser.
Nichts ist Grün,nichts ist trüb,nichts stinkt - halt Badespaß bei 24°C.

Und geht nicht so Hart mit uns ins Gericht,wir sind die Poolbesitzer von Morgen.




Bauvorschriften Poolbau
In der Regel sind Freibecken bis 100m³ Volumen genehmigungsfrei.
Es gibt aber je nach Bebauungsplan, der kann sogar innerhalb eines Ortes anderst sein, Einschränkungen.
Das hängt vom Baufenster, Grünstreifen, Pflanzgebote u.s.w. ab.
Vor dem Bauvorhaben unbedingt beim Baurechtsamt anfragen oder zumindest einen Architekten den Bebauungsplan prüfen lassen.
Schwarzbauten verjähren nicht!!!!! Die können jederzeit wieder rückgebaut werden.
privatvertrag-baulast-t5652.html
Nicht die feine Art aber aufschlussreich
viewtopic.php?t=3679&highlight=bauvorschriften


Beton Grundlagen  ( von McMuler)

Bei einem "normalen Beton" der Festigkeitsklasse C25/30 hat ein Kubikmeter als Mengenanteile:

- 285 kg Zement
- 200 l Wasser
-1900 kg Zuschläge


Dies entspricht einem Mischungsverhältnis von 1 : 0,6 : 7.

Altes Hausrezept für einen "Betonmischer" :

"10 Schaufeln Kies ~ 55 kg.
dazu ~4 liter Wasser
ergibt mit ~7 kg Zement (2 Schaufeln) zuverlässig einen C20/25"

Nachbehandlungsmethoden im Sommer:
Bei der einen wird Wasser zugeführt, z. B. durch das Auflegen einer wasserspeichernden Abdeckung, den Einsatz spezieller Nachbehandlungsfolien, durch das kontinuierliche Besprühen oder Fluten mit Wasser. Bei der anderen Methode wird das schnelle Austrocknen des Betons, z. B. durch das Belassen in der Schalung, durch das Abdichten mit Kunststofffolien oder durch das Auftragen filmbildender Nachbehandlungsmittel, verhindert.

Beim Einbau sollte die Betontemperatur zwischen +5 °C und +30 °C liegen, anderenfalls sind besondere Maßnahmen erforderlich.

Nachbehandlungsmethoden im Winter:
Frischbeton muss (z. B. bei einer Lufttemperatur von unter −3 °C) zum Erhärten während der ersten drei Tage eine Mindesttemperatur von +10 °C haben. Dieses kann z. B. durch eine Abdeckung mit einer Folie mit Wärmedämmung oder mit einem beheizten Bauzelt sichergestellt werden. Auch hier ist zu beachten, dass dem Beton genügend Wasser für die Hydratation des Zements zur Verfügung steht.

Die Festigkeit des Betons entsteht durch Auskristallisierung der Klinkerbestandteile des Zements, wodurch sich kleinste Kristallnadeln bilden, die sich fest ineinander verzahnen. Das Kristallwachstum hält über Monate an, sodass die endgültige Festigkeit erst lange nach dem Betonguss erreicht wird.

Es wird aber, wie in der DIN 1164 (Festigkeitsklassen von Zement), angenommen, dass bei normalen Temperatur- und Feuchtigkeitsbedingungen nach 28 Tagen die Normfestigkeit erreicht ist.

Der größte Teil des Wassers wird jedoch als Kristallwasser gebunden. Beton trocknet also nicht, vielmehr bindet er ab, d. h., der zunächst dünnflüssige Zementleim (Zement + Wasser) steift an, erstarrt und wird schließlich fest, je nach Zeitpunkt und Ablauf der chemisch-mineralogischen Reaktion des Zements mit dem Wasser, der Hydratation.

Quelle: http://wapedia.mobi/de/Beton


Redoxsonde
viewtopic.php?t=2279&highlight=redoxsonde


Alternative Desinfektionsmethoden:

Auf der Suche nach alternativen Desinfektionsmethoden wurden in den letzten Jahren insbesondere folgende Methoden entwickelt und propagiert, bei denen es sich jedoch sehr oft gezeigt hat, dass sie für viele Benutzer mehr Nachteile als Vorteile gegenüber einer gut durchgeführten Chlormethode gebracht haben:

1. Kombinierte Anwendung PHMB (Polyhexamethylenbiguanid = Biozid)  / Wasserstoffperoxid (starkes Oxidationsmittel):
Hauptprobleme: Mangelnde Kompatibilität mit anderen Produkten im Wasser;
oftmals Probleme bei hohen Temperaturen / hoher Badefrequenz;
im Falle von Wasserproblemen (Trübheit) hilft oft nur kompletter Wasseraustausch.  

2. Aktivsauerstoff-Granulat / -Tabletten:
Aufgrund des positiv ökologisch klingenden Namens hat dieses Produkt durchaus einen signifikanten Marktanteil gewonnen, aber viele Benutzer kehren nach einiger Zeit wieder zur Chlormethode zurück, da mit den Aktivsauerstoff-Produkten in der Praxis insbesondere bei hohen Temperaturen / hoher Badefrequenz deutlich mehr Probleme aufgetreten sind als bei der gut durchgeführten Chlormethode. Hauptgrund hierfür ist: Das Produkt wirkt nur kurze Zeit oxidativ, aber nicht als langfristig wirkendes Wasser-Desinfektionsmittel.
Bei näherem Hinsehen entpuppt sich darüber hinaus der besonders ökologisch klingende Name ins Gegenteil. Es handelt sich um eine Kaliumperoxomonosulfat-Verbindung mit einem Sauerstoff-Anteil von nur ca. 4 % ! Die restlichen chemischen Bestandteile reichern sich immer mehr im Schwimmbadwasser an…. Es werden außerdem deutlich höhere Mengen benötigt als bei der Chlor-Methode.


3. Schwermetalle:
Silber und Kupfersulfat sind sehr toxisch für viele Organismen, wie z. B. Algen, leider aber auch für den menschlichen Organismus, weshalb von einer Anwendung im Schwimmbad deutlich abzuraten ist.  Hierzu weitere Details:
http://www.pooldoktor.at/link.php?url=w ... sulfat.htm
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Re: ++Grundlagen Allgemein / Grundlagen Wasserpflege++

Beitragvon Metzi » 08.11.2008 09:58

4. Brom-Methode:
Bromtabletten haben im Wesentlichen die gleichen positiven Eigenschaften wie die Chlortabletten, es gibt aber keine „Bromamine“, d. h. insbesondere bei Hallenbädern und bei Whirlpools entfällt der oftmals festzustellende Chlorgeruch, ebenso Haut- und Augenreizungen. Brom ist außerdem im Vergleich zu Chlor in einem deutlich breiteren pH-Wert-Spektrum sehr gut aktiv.
Nachteil gegenüber Chlortabletten: schnellerer Abbau bei starker UV-Einstrahlung und höherer Preis.

Salz-Elektrolyse-Verfahren
Die Salzelektrolyseanlage besteht grundsätzlich aus einer Steuereinheit und einer Elektrolysezelle. Die Elektrolysezelle wird in den Reinwasserkreislauf - also nach dem Filter- eingebaut und mit der Steuereinheit verbunden.
Man benötigt ca. 4Kg Salz / 1000l Poolwasser zur Erstbefüllung.

So funktioniert die Salz-Elektrolyse:
Während des Filterbetriebs fliest das leicht salzhaltige Wasser ( ca. 8 mal  weniger als Meerwasser) durch die Elektrolysezelle. Das gelöste Salz (NaCl) bildet Na+ und Cl- (minus) -Ionen. Diese werden durch Elektrolyse in Verbindung mit Wasser (H2O) zu unterchloriger Säure  (HOCL) und Natronlauge (NaOH) umgewandelt. Die unterchlorige Säure ist das eigentliche Desinfektionsmittel.
Die entkeimung des Beckenwassers ist ein Oxidationsprozess, bei dem als Restprodukt  neues Salz und Wasser entsteht. Das im Wasser gelöste Salz wird nicht verbraucht, sondern wie beschrieben, bildet sich nach dem Desinfektionsprozess sich wieder neues Salz. Man muß lediglich nach einem Wasserwechsel Salz bei Bedarf nachfüllen.

Diese Methode wird in kleinen Privatbädern sowie in öffentl. Schwimmbädern erfolgreich eingesetzt.

Formel:

2NaCl + 2 H2O    ---Elektrolyse/Gleichstrom ---      2NaOH   +      H2    +        Cl2
Natriumchlorid                                                Natronlauge  Wasserstoff   Chlorgas

2NaOH  +   Cl2        ------------------------------  NaCIO      +     NaCl  +       H2O
                                                           Natriumhypochlorid    Kochsalz

Vorteile
° Leichter Nachträglicher Einbau
° Geringe Betriebskosten
° Wartungsfreies System
° Kein Chlorgeruch, keine rote Augen.
° Das Salz entzieht der Haut das Wasser, laugt trotzdem nicht aus, da das Wasser  
 nicht einfach verdunstet, sondern auf der Haut durch das Salz gebunden wird.
° Nach dem Bad werden die Salzpartikel in die Haut einmassiert, die Durchblutung  
 wird gefördert. Peelingeffekt.
° Beim Schwimmen werden die Atemwege durch die leicht salzhaltige Luft gereinigt.

Erstbefüllung nach Winterpause/Wasserabsenkung

Wasser bis Skimmermitte auffüllen.
Stosschlorung mit anorganischem Chlorgranulat über den Skimmer durchführen.
Dabei wird auch der Filter gereinigt.

Nach 24 Std. Ph Wert einstellen und entsprechendem neu zugesetztem und eventuellem Regenwasser, Salz zugeben.
Der Salzgehalt in dem Altwasser hat sich nicht verändert! Ein Solemeßgerät ist sicher sinnvoll.



Allgemeines Resümee:
Unter Beachtung der Gewährleistung eines GESUNDEN, KLAREN Badewassers ist Chlor nach wie vor für die meisten Menschen die beste Wasserpflege-Methode.
Die insgesamt beste Alternative zur Chlor-Methode ist: die Brom-Methode.
Ulli K.

Solaranlage
Bei offenen Becken - ohne Abdeckung - rechnet man :
Wasseroberfläche = Solarfläche         z.B. Wasser  18m²   -  Solar auch 18m²
Bei abgedeckten reicht die halbe Fläche.   z.B. Wasser  18 m² - Solar 9 m²

wie-entluefte-ich-meine-solaranlage-automatisch-t5312.html

Wärmeertragsberechnung      von Uwe kreitmayr

Vorweg zwei Zahlen die man sich merken könnte.
Um 1m³ Wasser um 1 °C zu erwärmen braucht man ca. 1,16 kWh.
Um einen Liter Wasser zu verdunsten braucht man ca. 0,67 kWh.

Warm ist nicht das gleiche wie Wärme

Ein Eskimo empfindet -15°C als warm, ein Biduine +15°C als kalt.
Ob etwas warm ist oder nicht sagt uns also wenig.

Für uns sind die Begriffe Leistung (Watt) und Energie (Kilowattstunde) wichtig.

Strahlt ein Unterwasserscheinwerfer mit 300 W leistet er 300 Watt.
(Entscheident ist jedoch wie lange das Licht an ist, dementsprechend fällt die Stromrechnung aus.)
Macht er dies eine Stunde lang so hat er (  300W x 1h = 300 Wh) 0,3 kWh verbraucht, die zu bezahlen sind.

Um 1000l Wasser um 1°C zu erwärmen, wärmer zu machen, braucht man Wärme. Wärme ist aber Energie. Also nimmt man 1,16 kWh Energie und gibt sie in 1000l Wasser,
damit erhöht man die Temperatur um 1 °K.

Gibt man die 1,16 kWh in nur 100l Wasser wird dies wärmer, nämlich um 10°C.
Und bei 10l um 100°C.

Hat man nun eine Solaranlage, produziert diese im Laufe des Tages Wärme = Energie = kWh.

Nun ist es egal ob die Solaranlage in einer Zeiteinheit 1000l um 1°C erwärmt oder 100l um 10°C. Schüttet man das erwärmte Wasser zu dem kaltem im Becken hat man Energie in das Becken geschüttet.

Der Arbeitgeber zahlt 3.000€ Lohn, ob 6 Fünfhunderter oder 3.000 ein Euromünzen, ist das Gleiche.

Für die Erwärmung des Beckens ist nur das wichtig was von der Sonne kommt.
Strahlt die Sonne mit 700 W pro m² und tut dies 3,5 Stunde lang, so kann die Solaranlage 700 W x 3,5h = 2450 Wh = 2.45 kWh

Ob ich das nun literweise in Form von kochendem Wasser in das Becken kippe oder m³ weise lauwarm ist das gleiche. Scheint die Sonne lang genug ist das Wasser auch für Mutti  warm genug.

Bei einem Absorber kann die Leistung nicht gesteigert werden in dem man die Oberfläche mit Noppen, Welle oder sonstigem vergrößert. Nur die Strahlen die die Sonne pro m² vom Himmel  fallen lässt kann man einsammeln.



Physikalische Ungenauigkeiten sind gewollt um die Erklärung einfach zu halten.


Man kann folgende Probleme auch ohne eine chemische Analyse erkennen:

Verfärbtes Wasser

Die Verfärbungen können folgende Farben aufweisen:
Schwarz, grau, braun, blau oder rot. Ursachen sind oxidierende Verunreinigungen metallischer Natur ( Kupfer, Eisen oder Mangan).
Eisen und Mangan kommen besonders dann in Betracht, wenn als Füllwasser Brunnenwasser verwendet wird.
Eisen und Kupfer können aus  metallischen Einbauteilen -Rohrleitung, Wärmetauscher, ..- im Wasserkreislauf stammen, wenn das Wasser korrosiv ( niedriger ph-Wert) ist oder längere Zeit war.
Blaue oder grüne Verfärbung des Wassers kann aus der Verwendung kupferhaltiger Algizide (Algenvernichter) resultieren.

Trübes Wasser
Trübes Wasser kann verschiedene Ursachen haben und resultiert aus der Anwesenheit von wasserunlöslichen Partikeln:
- unzureichende Filtration, fehlende oder zu seltene Rückspülung.
- der Filter ist nicht in der Lage, fein verteilte Verunreinigungen(Kolloide) zurück zu halten.   Nur durch Verwendung eines Flockungsmittels werden diese Kolloide(Mikrogele /   Schwebeteilchen) filtrierbar.
- Ausfällungen von Calciumcarbonat aufgrund hoher Calciumhärten und/oder zu   hohem ph-  Wert.
- Eingesetzte Algenbildung: Diese Art der Trübung kann dadurch von anderen  Trübungsursachen unterschieden werden, dass in Verbindung mit der Trübung sich die  Wandoberflächen des Pools glitschig anfühlen. Eine Stoßchlorung oder der Zusatz eines  Algizids ( Algenvernichter) sollte hier Abhilfe schaffen.

Schaumbildung
Schaumbildung kann durch Überdosierung eines Algizids oder durch Reste von Wintermittel entstehen.
Wasser teilweise ( ca. 1/3)  ablassen und durch Füllwasser/Frischwasser ersetzen. In jedem Fall später die Dosierung der Mittel reduzieren. Es gibt auch schaumfreie Produkte auf dem Markt.

Algenwachstum
Algen benötigen für ihr Wachstum warmes Wasser, Sonnenlicht, Kohlendioxid und Nährstoffe wie Nitrat oder Phsophat. Nitrat entsteht aus dem Abbau der Chloramine oder kommt in Schichtwasser (Bach/Brunnen) durch einbringen auf Feldern vor .Phosphat ist ein in der Natur vorkommendes Salz.
Sowaohl über das Füllwaser als auch durch Badende gelangen Phosphate in das Schwimmbeckenwasser. Durch verfahrensgerecht betriebene Flockungsfiltration kann das Phosphat aus dem Badewasser ausgefällt und somit den Algen als Nährstoff entzogen werden. Durch die Optimierung der Flockungsvorgänge entsteht in einem Schwimm- und Badebecken mit einwandfreier Durchströmung kein Algenwuchs.
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Re: ++Grundlagen Allgemein / Grundlagen Wasserpflege++

Beitragvon Metzi » 03.08.2009 11:12

Es gibt drei wichtige Gruppen von Algen.
Gelbe Algen (selten) tauchen als pulvriger Niederschlag am Beckenboden auf. Sind weitestgehend chlorresistent.

Schwarze (blaugrüne) Algen (selten) tauchen als Flecken an der Wand auf. Da sie oftmals in Schichten übereinander wachsen, kann zwar die oberste Schicht möglicherweise durch Chlor abgetötet werden, darunter leben sie allerdings weiter. Somit ist diese Algenspezies weitestgehend chlorresistent.

Grüne Algen ( häufig ) . Grüne Algen schwimmen meistens in Wasser, selten sitzen sie an den Wandungen. Sollten durch eine schlechte Beckendurchströmung an verschiedenen Stellen, Toträume entstehen ( keine Umwälzung des Wassers in diesem Bereich), beginnt das Algenwachstum meistens dort.
Durch die Verwendung von Algiziden  kann das Algenwachstum verhindert werden, bzw. die Algen vernichtet werden. Lediglich bei den schwarzen ( blaugrün) Algenflecken, muß man diese mechanisch ( Bürste)  entfernen.

Folgende Algizide sind gebräuchlich:
· Quads (Quaternäre Ammoniumsalze); bei zu hoher Dosierung Schaumbildung
· Polyquats; schaumarm, aber höhere Dosierung als bei den Quats erforderlich.


Ablagerungen

Ablagerungen an den Wandungen können verschiedene Ursachen haben:
· Eisen- und Manganverbindungen, wie sie im Grundwasser vorkommen, wenn diese direkt  für die Befüllung des Schwimmbades verwendet wird. In Gegenwart von Chlor bilden sich braune (Eisen) und schwarzgraue (Mangan) Ablagerungen.
· Eisen- und Kupferverbindungen, die durch korrosives Wasser ( niedriger pH-Wert) aus metallischen Einbauteilen ( wie z.B. Rohrleitungen, Wärmetauscher und Filtern) herausgelöst wurden. Kupferablagerungen können sowahl blaugrün als auch grauschwarz sein.
· Kupferhaltige Algizide, speziell wenn sie überdosiert werden. Ergeben Kupferablagerungen ( blaugrün oder grauschwarz)

Quelle Lovibond

Chloramine
Chlor reagiert in Wasser mit Ammoniak ( und in gleicher Weise mit anderen Ammoniumverbindungen, wie z.B. Harnstoff) unter Bildung von Chlorstickstoffverbindungen. Diese sind dann nicht nur weitaus geringer Keimtötend, sondern verursachen auch den typischen Hallenbadgeruch.
Harnstoff wird in Form von Urin und Schweiß in das Schwimmbadwasser eingetragen.
Die tatsächlich eingebrachte Menge an Harnstoff hängt u.a. von der Körperbewegung (Anstrengung) des Badegastes  und seiner Hygiene sowie der Wasser- und Aussentemperatur ab.
Das Stickstofftrichlorid ist am stärksten schleimhautreizend und geruchsbelästigend.
Da diese Verbindungen wesentlich geringere Redoxpotentiale ( reaktionsvermögen ) besitzen, werde diese auch gebundenes Chlor genannt.
z.B. (Ammoniak)
HClO  + NHCL²(Dichloramin)  = H²O  + NCl³ (Stickstofftrichlorid)

Durch weitere Zugaben von Chlor (CL²) können diese Verbindungen abgebaut werden, etwa nach folgender Gleichung:

HClO + NC³ + 2H²O = HNO³ (Salpetersäure ) + 4HCL  (Salzsäure)

Aus dieser Gleichung ist ersichtlich, dass der störende Gehalt an gebundenem Chlor durch weitere Zugabe von anorganischem Chlor abgebaut werden kann.
Dieser Zusammenhang wird nicht selten falsch ausgelegt und genau entgegengesetzt wird die Chlorzugabe gedrosselt anstatt sie zu   erhöhen   !!



Alle Angaben ohne Gewähr

In den Link eingebracht haben sich:
Ulli, hotte, Uwe Kreitmayr, Schnitzel.

metzi

                                                                                  Update 03.08.09[align=left][/align][font=Andalus][/font]
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